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Instituts-Journal 43/20


Guten Morgen ,

der Artikel mit der Überschrift "Gymnasium mit neuem Server" auf der Titelseite meiner Tageszeitung sagt über den Stand der Digitalisierung möglicherweise mehr aus als manches Gutachten:

"Mit diesem Server könne man 'das Homeschooling sendesicher machen', freut sich die Schulleiterin und sieht 'Licht am Ende des digitalen Tunnels'."

Feiern wir die Fähigkeit, E-Mails an die Schüler zu verschicken, als digitalen Durchbruch?

A) Digitalisierung im Gesundheitswesen

Auch im Gesundheitswesen befällt mich beim Thema Digitalisierung häufig Fremdscham. Einige, auch übergeordnete Behörden erlauben selbst während der Pandemie keine Videokonferenzen und tun sich sogar mit E-Mails schwer.

Damit meine ich aber nicht das BfArM. Diese Behörde hat gemeinsam mit dem BMG und dessen hih einen ausgezeichneten Job gemacht. In bemerkenswert kurzer Zeit wurde die Nutzung digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) ermöglicht.

Doch was nützen DiGAs, wenn die Ärzte sie nicht verschreiben, weil sie diese nicht kennen (Kurzbericht IQVIA) oder ihnen gar davon abgeraten wird?

B) Torpedierung der DiGAs

So lese ich mit Entsetzen die Stellungnahme des Bayerischen Hausärzteverbandes: "Mehr als fragwürdig" lautet dessen Pauschalurteil über DiGAs. "Evidenzbasiert ist das nicht", behauptet der stellvertretende Landesvorsitzende – ohne Evidenz für seine Aussage zu liefern. "Ich meine gelesen zu haben...", argumentiert er weiter.

Verzweifeln lässt auch eine Meldung des Zentralinstituts für kassenärztliche Versorgung:

„Mit der neuen #DiGA Invirto steigt das max. Kostenrisiko für die GKV um 1,23 Mrd. Euro und das Gesamtkostenrisiko durch alle 6 DiGAs bei gegebenen Preisen auf 25,3 Mrd. Euro.“

25 Mrd. Euro für DiGAs? Wer solch ein Szenario entwirft, verfolgt einen Plan.

Es wäre besser für die niedergelassenen Ärzte und für den Standort Europa, wenn deren Interessenvertreter nicht versuchten, die Vergangenheit zu zementieren. Vielmehr sollten sie sich auf Disruptionen im Gesundheitswesen vorbereiten, wie sie z.B. Dr. Galloway (Professor an der NYU) kommen sieht.

C) Tipps nicht nur für DiGA-Hersteller

In 2020 haben wir am Johner Institut unser Bestes gegeben, um die Digitalisierung voranzutreiben. Das betrifft z.B. die Digitalisierung von Prozessen, u.a. mithilfe des Post-Market Radar und des Regulatory Radar. Und es betrifft unsere Unterstützung der Hersteller auf dem Weg bis ins DiGA-Verzeichnis.

Welchen Hürden Sie auf diesem Weg überwinden müssen, wer dabei nützlich und wer weniger nützlich ist und welche Tipps Sie als Hersteller beachten sollten: All das erfahren Sie in der neuen Episode unseres Podcasts. Ich bin im Gespräch mit einem Hersteller, der es geschafft hat.

D) Weshalb wir tun, was wir tun

Für viele war 2020 kein einfaches Jahr. Deshalb haben wir alles dafür getan, um Hersteller, Benannte Stellen und Behörden bestmöglich zu unterstützen. Mein Team und ich haben

  • 43 Instituts-Journale und 40 neue Fachartikel geschrieben und knapp 100 Artikel aktualisiert,
  • unentgeltlich über 500 Fragen zu unseren Fachartikeln beantwortet und
  • über unser Micro-Consulting etwas mehr als 1.000 kostenlose Kurzberatungen geleistet.

Obwohl wir unser Team deutlich vergrößert haben, hat uns das oft an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gebracht.

Weshalb wir dies tun und weshalb wir unser Wissen so bereitwillig und kostenfrei teilen, werden wir regelmäßig gefragt. Deshalb habe ich für Sie ein kurzes Video aufgenommen. Darin gebe ich Ihnen nicht nur die Antwort auf diese Fragen, sondern verrate auch, wie Sie uns bei unserer Mission helfen können.

Video ansehen

E) Danke!

Mit dieser Ausgabe des Instituts-Journals verabschiede ich mich in meine Kreativpause. Danke, dass Sie uns ein weiteres Jahr treu geblieben sind!

Ich danke auch allen, die an unseren Seminaren, Veranstaltungen und Studiengängen teilgenommen haben, die Mitglied im Auditgarant sind, deren Produkte wir prüfen durften und die wir unterstützen durften, ihre QM-Systeme zu verbessern, ihre technischen Dokumentationen zu erstellen und ihre Produkte zuzulassen.

Bleiben Sie gesund, kommen Sie gut ins neue Jahr und feiern Sie friedliche Weihnachten. Bis dahin sind es auch nur noch zwei Tage. Das sagt zumindest mein Schokoladenadventskalender, dessen 22. Türchen schon offen steht. Seltsam ...

Herzliche Grüße

Christian Johner

PS: Wir haben diese Woche nur zwei Seiten ergänzt: Die Jobangebote von Firmen und unsere eigenen Stellenausschreibungen. Lesenswert!


Die nächsten Seminare und Veranstaltungen 

Verpassen Sie nicht unseren Adventskalender mit täglichen Speed-Consulting-Sessions zu allen regulatorisch relevanten Themen!


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