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Instituts-Journal 31/20


Guten Morgen ,

die Deglobalisierung erreicht auch die Medizinproduktehersteller.

Wege in die Deglobalisierung

  • Länder wie China und Großbritannien stellen neue und z.T. immer höhere Anforderungen an die Zulassung von Produkten; oft sind das Anforderungen, die Hersteller aus anderen Ländern besonders stark treffen.
  • Die Einstellung "My Nation First!" führt nicht dazu, dass die jeweils besten Produkte im Markt verfügbar sind.
  • Handelsstreitigkeiten führen zu höheren Zöllen.
  • Hersteller bauen internationale Lieferketten notgedrungen oder gewollt ab und ersetzen diese durch lokale Lieferketten oder einen höheren Fertigungsgrad.

Die Deglobalisierung macht auch vor digitalen Angeboten nicht halt: Der angedrohte Bann von TikTok in den USA und das Ende des Privacy-Shield-Abkommens (hier mehr zu den Konsequenzen) sind zwei sehr unterschiedliche Ausprägungen dieses Trends.

Ziele und Folgen für Medizinproduktehersteller

Wir beobachten das mit gemischten Gefühlen, da uns die optimale Versorgung von Patienten mit Medizinprodukten am Herzen liegt:

  • Wir wünschen einen wirksamen Schutz aller Gesundheitsdaten. Ein weltweit einheitlicher, hoher Datenschutzstandard sollte das Ziel sein.
  • Uns ist daran gelegen, die Abhängigkeit von (Cloud-)Dienstleistern zu vermeiden, von denen uns eine Regierung per Executive Order abschneiden kann. Das gilt im besonderen Maß, wenn diese Dienste für die Gesundheitsversorgung wesentlich sind.
  • Wir benötigen große Märkte, damit sich die kontinuierlich steigenden Innovationskosten amortisieren.
  • Wir wissen, dass ein gesunder Wettbewerb Innovationen antreibt und Kosten senkt.
  • Innovation entsteht, wenn sich Wissenschaftler, Forscher und Entwickler austauschen. Dieser Austausch darf nicht an Landesgrenzen enden.

Was wir tun können

Jammern hilft nicht. Was also können wir tun?

  • Risiken minimieren, die z.B. durch Abhängigkeiten des eigenen Unternehmens entstehen können
  • Mit anderen Unternehmen und Institutionen kooperieren, um die Aufwände und Kosten für Forschung und Entwicklung zu teilen. Geben Sie Bescheid, wenn wir Sie bei der Suche nach Partnern unterstützen können.
  • Unsere Branchenverbände und Politikvertreter aktivieren, damit diese ihren Einfluss geltend machen, um nationale Egoismen einzudämmen.
  • Uns gegenseitig unterstützen, z.B. bei der internationalen Zulassung. Der neueste Fachartikel, unsere neue Podcast-Episode und eine Checkliste leisten dazu ebenso einen Beitrag wie die Initiative MeDIC.
  • Uns vernetzen. Eine perfekte Gelegenheit dazu bieten die Medical Device Days. Hier erhalten Sie auch Anworten auf alle Fragen zur Entwicklung sowie zu nationalen und internationalen Zulassungen. Für einen der Tracks haben wir nur noch zwei Plätze
Wie es unsere großartige Event-Managerin Nadine Kaffer geschafft hat, die Medical Device Days nicht nur Corona-sicher, sondern auch noch attraktiver zu gestalten, lesen Sie hier

Mauern helfen selten, ein Gesundheitssystem mit sicheren und nützlichen Medizinprodukten auszustatten. Das gilt für Mauern an der Landesgrenze ebenso wie für Mauern im Kopf. 

Herzliche Grüße

Christian Johner 


 

Die nächsten Seminare und Veranstaltungen 

 

#1 Internationale Zulassung: 5 Schritte

Mit der internationalen Zulassung ergeben sich für Hersteller nennenswerte Risiken, Aufwände und Kosten. Durch eine kluge Vorgehensweise lassen sich diese Herausforderungen bewältigen und die Chancen neuer Märkte nutzen.

Unser neuer Artikel und eine Checkliste helfen Medizinprodukteherstellern dabei, genau diese Ziele zu erreichen. 

Artikel lesen

 

#2 Aktualisierungen

Jede Woche aktualisieren wir Artikel. Dieses Mal besonders beachtenswert:

 

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